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Archiv 2013-2015: Foren im Überblick

26. Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit

Smart City – Hype oder neue Infrastruktur und mehr Sicherheit?

„Smart City“, ein Begriff, der in aller Munde ist. Es ist die intelligente Anwendung der Technologie, um unsere Städte zu besseren Lebensräumen zu machen, mit mehr Lebensqualität, effizienter, geschützter, attraktiver. Das ist eine vielversprechende Zusicherung. Doch was heißt es konkret? Was bedeutet „smart“ für unsere Städte, unsere Sicherheit und unsere Zukunft wirklich? Auf welche Veränderungen sollten wir uns einstellen? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus?

  • Der erste Themenblock führte in die Materie ein. Prof. Dr. Dr. Lutz Heuser, Chief Technology Officer des Urban Software Institutes, einem Inkubator für Produkte und Lösungen für Smart Cities, erläuterte den Begriff und seinen Wirkungskreis. Auf welche Weise wird ein so umfassender Begriff wie „Smart City“ bestmöglich kommuniziert? Gemeinsam mit Studenten der Business School Berlin erarbeite Robert Schwarz, Geschäftsführender Gesellschafter der omni vigore Beteiligungsgesellschaft, im Sommersemester 2015 diverse Strategien, deren theoretische Grundlagen und praktische Ergebnisse er vorstellen wird.
  • Der zweite Themenblock wagte einen Blick in Gegenwart und Zukunft und stellte konkrete Konzepte vor. Dieter Lindauer, Geschäftsführer der Stadtwerke Rodgau, verdeutlichte an diversen Beispielen seine Erfahrungen als erster Vorsitzender des Bundesverbands Smart City e.V. Dr. Philipp Bouteiller, CEO der Tegel Projekt GmbH, offenbarte mit welchen Herausforderungen zu rechnen ist und welche Planungsprozesse gerade bei Großprojekten von nicht zu unterschätzender Relevanz sind. Die Dimensionen aufzuzeigen, die „Smart Cities“ in Deutschland von denen in Asien unterscheiden, war Teil des Vortrages von Alexander Yeomans, Leiter Enterprise Security / Security Solutions, der Siemens AG.
  • Der dritte Themenblock wagte widmete sich den technischen und politischen Möglichkeiten einer smarten Sicherheitsarchitektur.  Das umfassende Konzept einer vorausschauenden Polizeiarbeit, die auf Prävention setzt, erläuterte Dieter Schürmann, Landeskriminalrat im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW. Die politischen Handlungsspielräume des Themas ‚smart security’ legte MdB Frank Tempel anhand seiner polizeilichen Berufserfahrung als Kriminalbeamter verbunden mit seiner politischen Arbeit im Innenausschuss dar.

Die einzelnen Erkenntnisse der Themenblöcke, unser gemeinsames Resümee sowie wünschenswerte Handlungsoptionen finden Sie hier.

25. Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit

Resilienz und Sicherheitskompetenz der Bevölkerung

Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen gut zu meistern. Wie widerstandsfähig ist unsere Gesellschaft angesichts moderner und zunehmend unvorhersehbarer Risiken? Studien zur Sicherheit belegen, dass die Sorge von Naturkatastrophen, technischen Großunglücken oder Terrorismus betroffen zu werden, nur für einen eher kleinen Teil der Bevölkerung zu den sicherheitsrelevanten Themen zählen (10-11%). Positiv daran ist, dass das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die öffentlichen und privaten Katastrophenschutzorganisationen sehr hoch ist. Andererseits jedoch wird eine Bevölkerung, die nicht auf Risiken vorbereitet ist, diese möglicherweise gar nicht kennt, auch keinen eigenen Beitrag zur Risikominimierung bzw. zur Schadensbewältigung leisten können. Wir wollen daher den Fragen nachgehen, ob die Sicherheitskompetenz der Bevölkerung ausreichend für einen Krisenfall ist und wie man die Bevölkerung auch in sicheren Zeiten für Gefahrenbewusstsein, Selbstschutz und Selbsthilfe interessieren und sensibilisieren kann.

  • Der erste Themenblock führte in die Materie ein. Prof. Dr. Wolf Rüdiger Dombrowsky, Inhaber des Lehrstuhls Katastrophenmanagement an der Steinbeis-Hochschule Berlin, veranschaulichte die unterschiedlichen Perspektiven und Erwartungshaltungen von Einsatzkräften und Bevölkerung bei einer Katastrophenbewältigung. Der Überblick wurde durch Szenarien aus der Praxis ergänzt, die Dipl.-Chemiker Claus Lange, Direktor der Feuerwehr Hannover, darlegte. Welche Möglichkeiten die Analyse und Auswertung von Social-Media-Daten im Krisenfall bietet, verdeutlichte im Anschluss Ivo Körner, Geschäftsführer und Vizepräsident der IBM Deutschland GmbH.
  • Der zweite Themenblock stellte Projekte zur Risikovorsorge vor und zeigte, wie die Bevölkerung in die Schadensbewältigung eingebunden werden kann. Dr. Jutta Helmerichs, Referatsleiterin für Psychosoziales Krisenmanagement im Bundesamt für Bevölkerungsschutz erläuterte das Projekt „SMARTER“, ein Smartphone basiertes Notfall-Kommunikationssystem als Unterstützung zur Selbsthilfe Betroffener und Schnittstelle zu den Behörden. Reinhold Dietsch, Direktor des Bayerischen Roten Kreuzes stellte das “Team Bayern“ vor, ein Helfernetzwerk, bei dem inzwischen 4000 Menschen Mitglieder sind.
  • Der dritte Themenblock widmete sich der Frage, ob diese Maßnahmen für die Resilienz unserer Gesellschaft ausreichend sind. Aufgrund einleitender Statements von MdB Stephan Mayer, Prof. Dr. Elisabeth Pott, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung und Prof. Dr. Lars Gerhold von der Freien Universität Berlin, berieten wir gemeinsam in einer Gesprächsrunde ein Gesamtkonzept zur „Steigerung der Resilienz der Bevölkerung“.

Die einzelnen Erkenntnisse der Themenblöcke, unser gemeinsames Resümee sowie wünschenswerte Handlungsoptionen finden Sie hier.

24. Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit

Wo Wissen aufhört – beginnt Vertrauen

Die subjektive Überzeugung in die Aufrichtigkeit, Korrektheit, Rechtschaffenheit und Befähigung von Personen und Institutionen sowie deren Aussagen und Handlungsweisen. Studien zum Thema „Wem vertrauen wir?“ zeigen auf den obersten Listenplätzen in Deutschland stets helfende Institutionen wie Polizei, Feuerwehr und Heilberufe. Auch unser Rechtssystem und seine Vertreter genießen ein hohes Maß an Vertrauen, die Gesetzgeber dagegen, unsere Politiker liegen im unteren Bereich der Skala, ebenso wie das Internet, wo die meisten den Verlust ihrer Daten befürchten. Da Vertrauen all unsere Lebensbereiche beeinflusst und deshalb ein Bestandteil der öffentlichen Sicherheit ist, stellen wir in unserem 24. Zukunftsforum die Frage: „Vertrauen in Politik, Sicherheit, Wirtschaft?“ Gemeinsam mit Ihnen, den Referenten und unseren Gästen wollen wir den daraus resultierenden Fragestellungen zu diesem Thema nachgehen und die möglichen Lösungsansätze diskutieren.

  • Der erste Themenblock führte in unser Thema ein. Prof. em. Dr. Oscar W. Gabriel der Universität Stuttgart gab einen Überblick, welchen Institutionen die Deutschen vertrauen und wie dieses Vertrauen entsteht. Gesondert betrachtet wurde die Einstellung der Bürger zu ihren Volksvertretern und der Politik. Die Fragen, ob Transparenz und Kontrolle in allen politischen Bereichen möglich ist und in wie weit sie das Vertrauen der Bürger in die Politik verändern, behandelten die Bundestagsabgeordneten MdB Johannes Kahrs, Mitglied des Vertrauensgremiums und MdB Clemens Binninger, Mitglied des Innenausschusses.
  • Der zweite Themenblock ließ verschiedene Sicherheitsinstitutionen Deutschlands zu Wort kommen. Das Spannungsfeld für Vertrauen – Sicherheitsinteressen versus Freiheitsrechten – zeigte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Dr. Hans-Georg Maaßen auf. Die Herausforderungen, denen sich die Polizei in diesem Zusammenhang gegenübersieht und ihre Strategien, erläuterte der Präsident des Bundeskriminalamtes Holger Münch. Über die Bedeutung eines vertrauenswürdigen Images der Bundeswehr, um in vielfältigen Situationen wie Einsatzrealität, politischem Diskurs, Nachwuchsgewinnung oder Corporate Identity bestehen zu können, sprach Kapitän zur See Christian Dienst, Kommandeur des Zentrums Informationsarbeit Bundeswehr.
  • Der dritte Themenblock betrachtete die Aspekte der Wirtschaft. Eine Übersicht gab Dr. Göttrik Wewer, Vice President E-Government bei der Deutsche Post Consult GmbH. Die Korrektheit von digitalen Suchergebnissen, Datensicherheit und -schutz begründen das Maß an Vertrauen ins Internet. Die Handlungsweise von Seiten dieser Branche zeigte Dr. Ralf Bremer, Unternehmenssprecher Google Germany auf. Wie Unternehmen in Vertrauen investieren und die Bedeutung gegenseitigen Vertrauens von Politik und Wirtschaft, legte Dietmar Kokott, ehem. Senior Vice President bei BASF SE und Kuratoriumsmitglied des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik dar. Im Anschluss daran debattierten die drei Referenten in einer Gesprächsrunde die Unterschiede zwischen analoger und digitaler (Wirtschafts-)Welt.

23. Zukunftsforum:

Klimawandel – eine Herausforderung für die öffentliche Sicherheit

„Klimapolitik ist vorausschauende Sicherheitspolitik.“ Diese Einschätzung des Außenministers Frank-Walter Steinmeier anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 weist auf die zunehmende Bedeutung des Klimawandels als Sicherheitsthema hin. Für Deutschland gelten die langfristigen Folgen des Klimawandels als eher moderat. Allerdings können Extremwetterlagen innerhalb kürzester Zeit sehr viel Kapital vernichten, wie die diesjährigen Gewitterstürme, insbesondere im Westen der Republik, zeigten. In verletzlicheren Regionen werden sich Wassermangel, Desertifikation oder Meeresspiegelanstieg auf ganz anderen Skalen abspielen. Die gesellschaftlichen Folgen jedoch sind in einer globalisierten, eng vernetzten Welt auch direkt vor unserer Haustür erfahrbar. Zu fragen ist, ob und wie sich die Politik auf die Folgen und Folge-Folgen des Klimawandels auf internationaler Ebene einstellt und wie Prävention und Anpassung an den Klimawandel vor Ort – in der Kommune und im Unternehmen – konkret umgesetzt wird. „Klimawandel – eine Herausforderung für die öffentliche Sicherheit“ Gemeinsam mit Ihnen, den Referenten und unseren Gästen wollen wir die möglichen Lösungsansätze diskutieren.

  • Der erste Themenblock führte in unser Thema ein. Dr. Daniela Jacob, kommissarische Leiterin Climate Service Center 2.0, stellte ausgewählte Ergebnisse des neuen IPCC-Klimaberichts vor und legte die nationalen, europäischen und globalen Folgen des Klimawandels dar. Prof. Dr. Ortwin Renn, Lehrstuhlinhaber für Technik- und Umweltsoziologie der Universität Stuttgart, plädierte in seinem Vortrag für einen neuen gesellschaftlichen Umgang mit dem systemischen Risiko Klimawandel unter dem Stichwort „Risikowende“. Daran anknüpfend diskutierten die Mitglieder des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung, MdB Andreas Jung und MdB Prof. Dr. Lars Castellucci, die Beiträge der Wissenschaftler aus der Perspektive der Politik.
  • Der zweite Themenblock beleuchtete den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Migration. MinDir. Dr. Patricia Flor, Abteilungsleiterin für Vereinte Nationen und Globale Fragen, erläuterte die Strategien des Auswärtigen Amtes bei der Humanitären Hilfe. Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuz, skizzierte den Klimawandel als zentrale Herausforderung für die internationale Zusammenarbeit des DRK.
  • Der dritte Themenblock betrachtete die Berücksichtigung der Erfordernisse des Klimawandels auf nationaler Ebene. Zunächst legte MinDir. Dr. Helge Wendenburg, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft und Ressourcenschutz im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die Rolle des Bundes bei der Klimaanpassung dar. Stellvertretend für die Wirtschaft sprach Dr. Matthias Mather, Leiter Umweltmanagement über Investitionsentscheidungen der Deutschen Bahn AG, im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Ferner präsentierte Landesbranddirektor Dipl.-Ing. Wilfried Gräfling, Leiter der Berliner Feuerwehr, die operative Seite der Einsatzkräfte.

22. Zukunftsforum:

Digitale europäische Souveränität – welchen Beitrag kann die Wirtschaft leisten?

Wir leben in einer vernetzten Gesellschaft: Staat, Wirtschaft, Arbeitswelt und privater Alltag sind vom digitalen Informationsaustausch durchdrungen. Die Sicherheit der sensiblen persönlichen Daten sollte Grundvoraussetzung sein. Doch Internetkriminalität, staatliche Überwachung und Spionageaffären fremder Geheimdienste bedrohen sie zunehmend schärfer. Um das Vertrauen in die IT-Sicherheit zurückzugewinnen, bedarf es neuer Strategien und Technologien. Im 22. Zukunftsforum wurde daher der Frage nachgegangen: Digitale europäische Souveränität – welchen Beitrag kann die Wirtschaft leisten?

In drei Themenblöcken zeigten die Fachreferenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf, wie digitale europäische Souveränität hergestellt werden kann und welchen Beitrag die Wirtschaft dabei leisten kann.

  • Im ersten Themenblock erläuterten die Mitglieder des Bundestagsausschusses Digitale Agenda MdB Thomas Jarzombek und MdB Lars Klingbeil die politische Zielsetzung zur Erlangung einer digitalen Souveränität. Daniel Faustus, Referent im Referat für EU-Wirtschaftspolitik des Auswärtigen Amtes,  beschrieb die Schwierigkeiten beim Aufbau einer einheitlichen Europäischen Cyberstrategie. Gertrud Husch, Leiterin des Referates IKT-Sicherheit und Notfallvorsorge im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, stellte die „Initiative Sicherheit in der Wirtschaft“ vor, welche vor allem kleine und mittlere Unternehmen bezüglich der IT-Sicherheit unterstützen soll.
  • Der zweite Themenblock beschäftigte sich mit unterschiedlichen behördlichen und nationalen Cyberstrategien. Pascal Lamia, Leiter der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI erläuterte die Cyberstrategie der Schweiz und hob dabei den dezentralen Ansatz hervor.  Andreas Könen, Vizepräsident Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, legte das Cybersicherheitskonzept des Bundes dar und stellte anknüpfend an den Vortrag von Herrn Lamia Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden nationalen Strategien heraus. Beide Konzepte wurden anschließend mit den Teilnehmern des Zukunftsforums diskutiert.
  • Der dritte Themenblock beleuchtete die Möglichkeiten von Wissenschaft und Wirtschaft zur Herstellung einer digitalen Souveränität. Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, referierte darüber, wie Vertrauen in die IT-Sicherheit durch die Wirtschaft zurückgewonnen werden kann. Daran anknüpfend erläuterte Prof. Claudia Eckert, Inhaberin des Lehrstuhls für IT-Sicherheit am Informatikfachbereich der TU München sowie des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit, weitere Konzepte, Methoden  und technische Beispiele. Diese Lösungsansätze wurden anschließend in einer Diskussionsrunde von Michael Kranawetter, Chief Security Advisor Germany, Head of Information Security der Microsoft Deutschland GmbH, Christian Stuchlik, vertrieblicher Leiter der itWatch GmbH am Standort Berlin  und Bernhard Schneck, Geschäftsführer der Gesellschaft für Netzwerk- und Unix-Administration mbH, eingehend erörtert und durch eigene Vorschläge ergänzt.

21. Zukunftsforum:

Bedrohung der Energieversorgung – wie stabil ist das Stromversorgungssystem?

Die Energiewende ist ein komplexes Projekt Deutschlands, das eine große Chance ist, aber auch viele Schwierigkeiten mit sich bringt, die es zu lösen gilt. Aus diesem Grund hat sich das 21. Zukunftsforum eingehender mit unserem Stromversorgungssystem, seiner physikalischen Systemstabilität, seinen Betreibern und seinen Nutzern auseinandergesetzt. In drei Themenblöcken zeigten die Fachreferenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Bundeswirtschaftsministerium welche Normen die Stromversorgungssicherheit beeinflussen und gefährden, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt und wie Politik und Praxis bestmöglich kooperieren können.

  • Im ersten Themenblock gab Stephan Boy von der Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen GmbH einen Überblick über die Situation der KRITIS. Wolfgang Neldner von Neldner Consult präsentierte die Entwicklung des Stromversorgungssystems und zeigte, was sich bei Erzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch geändert hat bzw. ändern wird. Dr. Bernd Benser vom Europäischen   Forschungs- und Trainingszentrum für die Sicherheit der Elektrizitätsnetze, (GridLab GmbH), wies auf die bedrohlichen Einflussgrößen hin, denen unser Stromversorgungssystem unterworfen ist, vom menschlichen bzw. Technischen Versagen über einen Cyberangriff bis hin zu den Unwägbarkeiten der Energiewende.
  • Nach Darstellung des Ist-Zustandes beschäftigte sich der zweite Themenblock mit den Fragen, welche Innovationen es bereits auf dem Markt gibt und wie sind für die Energiewende umsetzbar sind. Thomas Schäfer, Leiter Systems Management der Stromnetz Berlin GmbH, zeigte die Lösungsmöglichkeiten bei der Erzeugung und Vernetzung. CBO Dr. Bernd Benser von der GridLab GmbH führte die Erkenntnisse aus, die durch den Netzsimulator in Cottbus gewonnen werden und Dr. Frank Büchner, Siemens AG, Siemens Deutschland Leitung Sector Energy, wies auf zukünftige Möglichkeiten bei der Speicherung und dem Verbrauch der erneuerbaren Energien hin.
  • Im dritten Themenblock erläuterte der zuständige Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Michael Schultz den Sachstand und Unterstützung der Energiewende durch das BMWi.

20. Zukunftsforum:

Fünf Jahre Grünbuch – Was hat sich seitdem verändert?

Das 20. Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit  diente einer Bestandsaufnahme, was sich fünf Jahre nach dem Erscheinen des Grünbuchs verändert hat. Dies wurde anhand einzelner Themenbereiche diskutiert.

  • Den Themenbereich Cybersecurity skizzierte Harald Lemke, Sonderbeauftragter für E-Government und E-Justice bei der Deutschen Post, unter dem Titel: „Hilfe, das Internet ist kaputtgegangen!“. Er stellte dabei den umfassenden Problembereich, dem sich Politik, Wirtschaft und Bevölkerung nach der NSA-Spionage-Affäre gegenübersehen, heraus.
    Daran anschließend stellte Michael Bartsch, als Leiter des Arbeitskreises Öffentliche Sicherheit Bitkom, die erfolgreiche Sicherheitskooperation Cybercrime, zu der sich Bitkom und die Landeskriminalämter Nordrheinwestfalen und Baden-Württemberg zusammengeschlossen haben, dar.
  • Eine Einführung in den darauffolgenden Themenbereich „Zukunftsstrategien im Klimawandel“ gab Prof. Michael Schulz vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen (MARUM). Der Wissenschaftler fasste dabei den aktuellen Klimabericht kurz und prägnant zusammen.
    Dr. Paul Becker vom Deutschen Wetterdienst baute seinen Vortrag auf den Erkenntnissen des Klimaberichtes auf und zeigte die Konsequenzen, die der Klimawandel für Städte, Menschen und Behörden bereits heute hat und welche Schritte eingeleitet werden müssen.
  • Aus praxisbezogener und aus wissenschaftlicher Sicht beleuchteten abschließend Frank Jörres, vom Deutschen Roten Kreuz und Prof. Birgitta Sticher vom Forschungsinstitut für Öffentliche Sicherheit an der Hochschule für Wirtschaft und Recht das modifizierte Kommunikationsverhalten in Krisensituationen. Während Frank Jörres anhand von plakativen Beispielen aus unterschiedlichen Einsatzformen die Herausforderungen bei der Bewältigung von Einsatzlagen verdeutlichte, legte die Psychologin Prof. Birgitta Sticher, das Verhalten der Bevölkerung im Krisenfall dar und zeigte auf, dass Krisenkommunikation die alles entscheidende Variable im Katastrophenfall sei.

19. Zukunftsforum:

Sozialer Friede, Sicherheit und Freiheit

Das 19. Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit diskutierte die verschiedenen Herausforderungen zum Thema „Sozialer Friede, Sicherheit und Freiheit“. Sozialer Friede bildet ein Kernstück funktionierender und lebendiger Gesellschaften. Gefährdende Faktoren dieses Friedens können unter anderem wachsende Ungleichheiten und Verteilungskonflikte in Gesellschaften sein.

Derzeit sind im Zuge der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise zunehmend soziale Unruhen und Spannungen im europäischen Ausland zu beobachten. Diese scheinen Indizien für eine Gefährdung des sozialen Friedens in den von Reformen betroffenen Ländern zu sein. Aufgrund dieser Lage und der Wichtigkeit des sozialen Friedens ist es sinnvoll und notwendig die derzeitige Situation in Deutschland näher zu betrachten. Mit diesem Forum wurde unter anderem Fragen nachgegangen, ob es so etwas wie Frühindikatoren sozialer Spannungen gibt und ob die existierenden statistischen Methoden und Erhebungen adäquat und zeitgemäß sind. Des Weiteren wurde sowohl individuellen als auch kollektiven Ursachen und Auslösern von Spannungen und kriminellem Verhalten in modernen Informationsgesellschaften nachgegangen.

  • Mit einem einleitenden Vortrag von Klaus Neidhardt – Präsident der Deutschen Hochschule der Polizei – wurde zunächst die Kriminalstatistik vorgestellt und erläutert. Wie ist es laut der Zahlen um den sozialen Frieden in Deutschland bestellt?
  • Daran anschließend wurde die Aussagekraft der Kriminalstatistik kritisch hinterfragt. Sind die derzeitigen Methoden noch geeignet, um Kriminalität zu erfassen? Wolfgang Kahl – Deutsches Forum für Kriminalprävention – gab mit seinem Vortrag zum Thema der Prävention von Kriminalität einen kritischen Beitrag zu den heutigen Strategien und Ansätzen zur Vermeidung von kriminellem Verhalten. Er ging der Frage nach, ob die Instrumente noch zeitgemäß sind um Kriminalität zu verhindern.
  • Abschließend ging Prof. Dr. Franz M. Wuketits – Konrad-Lorenz-Institut Wien – auf neue Herausforderungen für den sozialen Frieden ein und erläuterte diese anhand verschiedener Beispiele. Er vertiefte sich dabei insbesondere auf biologische Voraussetzungen, Fähigkeiten und Grenzen von Menschen. Er erläuterte in diesem Zusammenhang zudem die Frage, wie sich Frieden, Sicherheit und Freiheit in einer digitalen, vernetzten Welt verändern.